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Spätschicht – Gemeinsam in die Nacht

Die Audio Call-In Sendung von KRAVAG Truck Parking und Fernfahrer

Deutschland ist das größte Transitland Europas. Mit all‘ seinen Verkehrsproblemen. Vor allem am Tag. Es ist auf Grund seiner Größe aber auch eines der Länder Europas, deren Lieferketten über sehr weite Strecken in der Nacht aufrechterhalten werden, damit die Industrie und natürlich die Verbraucher am nächsten Tag die bestellte Ware bekommen. Anders als etwa in der Schweiz ist eben nicht jeder Kunde im Schnitt binnen vier bis fünf Stunden erreichbar. Zudem herrscht dort ein Nachtfahrverbot.

Das ist in Deutschland derzeit undenkbar. Obst und Gemüse etwa, das frisch geerntet wurde, wird von spätabends bis frühmorgens bei den Zentrallagern des Einzelhandels oder in Großmärkten angeliefert, um wenig später in die Regale der Geschäfte verteilt zu werden. Sammelgutspeditionen und vor allem die großen Paketdienste haben ein dichtes Netzwerk an Linienverkehren, damit Pakete im Nachtsprung rechtzeitig bundesweit zugestellt werden können. Besonders durch den boomenden Online-Handel waren es über vier Milliarden Pakete allein im letzten Jahr. Dazu kommen all die Lkw, die am späten Abend in einer Region aufbrechen, um am nächsten Morgen in einer anderen Region Teil- oder Komplettladungen zuzustellen. Für alle diese unterschiedlichen Touren sind Nacht für Nacht Tausende Fahrer unterwegs. Jeder für sich allein.

Titelbild der Spätschicht

Worum geht es in der Spätschicht?

Doch wer sind eigentlich die Fahrerinnen und Fahrer, die diese Aufgabe übernehmen und entgegen aller denkbaren Widrigkeiten – wie zunehmende Parkplatzprobleme, Druck durch enge Zeitfenster und den Kampf gegen die aufkommende Müdigkeit – sicherstellen, dass Lkw und Ladung sicher am Ziel ankommen? Wie schaffen sie es, diszipliniert rechtzeitig und vor allem ausreichend im Lkw zu schlafen, im Sommer tagsüber in der Hitze? Oder wie ist es, daheim möglicherweise vor den eigenen Kindern ins Bett zu gehen? Welche Vorteile hat es, in der Woche tagsüber frei zu haben? Wie geht die Familie damit um? Wie fühlt es sich an, am Sonntagabend zur Firma zu fahren, wenn der Tatort gerade zum Finale ansetzt? Und wer fährt dann den Pkw?

Das sind nur einige Fragen, die wir jeden ersten Dienstag im Monat ab 21 Uhr mit zunächst jeweils einem Fahrer diskutieren, der dann im Lkw unterwegs ist. In einem reinen Audio Talk – an dem ihr euch ganz einfach per Telefon beteiligen könnt. Ein Team von KRAVAG Truck Parking nimmt ab 21 Uhr eure Anrufe über eine zentrale Nummer entgegen und stellt euch später jeweils einzeln in die laufende Sendung durch. Natürlich ist die Zahl der Teilnehmer begrenzt.

Moderator der „Spätschicht“ ist Jan Bergrath. Er ist seit mittlerweile 34 Jahren freier Autor des Magazins FERNFAHRER, vielen längst bekannt als Co-Moderator (mit Christina Petters) von FERNFAHRER live und Moderator von „Hannas Diagnose“. Zuhören könnt ihr uns auf der Facebookseite von KRAVAG Truck Parking. Die Spätschicht wird mit freundlicher Unterstützung des Magazins FERNFAHRER produziert.

Wir diskutieren offen über alles, was die vielen Menschen bewegt, die nachts mit ihrem Lkw fremde Güter bewegen und begleiten sie so ein Stück weit in die Nacht.

Folge 5 – Sven Acker

In der fünften Folge der Audio-Call-In-Sendung „Spätschicht“ sprechen die Teilnehmer am 2. November ab 21 Uhr auf der Facebookseite von Kravag-Truck-Parking mit Sven Acker (28), dem gelernten Berufskraftfahrer der Spedition Buck aus Trochtelfingen.

Mit seinem MAN TGX XXL 18.440 und einem Schubbodenzug fährt er regelmäßig nach Norditalien. Er hat sich weder von der ersten Welle der Corona-Pandemie verrückt machen lassen, noch vom aktuellen Fahrer-Wechselfieber in der Transportbranche.

Der bodenständige Fahrer, der privat Lkw-Oldtimer restauriert und sammelt, macht einfach immer eine zuverlässige Arbeit. Denn in seiner süddeutschen Heimat verdient er gutes Geld. Und investiert jeden Monat auch noch Geld in die private Altersversorgung.

Hier geht es zur Veranstaltung auf Facebook.

Spätschicht_Folge5
Spätschicht_Folge4

Folge 4 – Heike Prinz

Die Oktober Folge der Audio-Call-in-Sendung „Spätschicht“ war geprägt von sprachen wir am mit Heike Prinz (47) von der Tankspedition Theodor Tauschlag aus Gladbeck. Heike war schon als Kind fasziniert von glänzenden Tankaufliegern und dem Lichtermeer der Standorte der chemischen Industrie bei Nacht.

Die gelernte IT-Systemkauffrau machte schließlich 2006 auf eigene Kosten den Lkw-Führerschein und den ADR-Schein. Seither fuhr sie ausschließlich Tankzüge und ist nun seit 2020 bei Tauschlag beschäftigt und seit 2021 mit einem neuen Actros 1846 mit ABA 5 und einem Ein-Kammer-Tankzug von Focul für Salzsäure im Ruhrgebiet sowie im nationalen Fernverkehr unterwegs.
Ihre Begeisterung für den Beruf der Lkw-Fahrerin hat sie immer behalten.

Was gut ist, denn mit knapp zwei Prozent sind Frauen im Transportgewerbe noch deutlich unterrepräsentiert.

Folge 3 – Michael Zetzsche

In der dritten Folge der Audio-Call-In-Sendung „Spätschicht“ die Ende August 2021 gesendet wurde, sprachen wir mit Michael Zetzsche, Jahrgang 1978, aus Volkertshausen am Bodensee über die Leidenschaft für den Beruf des Lkw-Fahrers. Michael fuhr 18 Jahre mit einem Lebensmitteltankzug internationale Transport. Insbesondere gerne nach Italien. Im April 2021 wechselte er in den Werksverkehr zur Restle Gießtechnik in Owingen, ebenfalls am Bodensee. Bei Restle fährt er nun sehr gern überwiegend nachts einen Scania S 580 V 8, der individuell von seinen beiden Chefs aufgebaut wurde. Entscheidend sind für ihn die regelmäßigen Arbeitszeiten in einer Fünf-Tage-Woche.

In den Zeiten des spürbaren Fahrermangels bei gleichzeitig steigender Fahrerfluktuation in erschreckend vielen Unternehmen ist es erst Michaeles insgesamt vierte Stelle als Fahrer. Unser Gespräch dreht sich daher auch um die Frage, was heute für Fahrer ausschlaggebend ist, die Stelle zu wechseln, aber auch um die grundsätzliche Frage nach der Zuverlässigkeit vieler Lkw-Fahrer.

Hier geht es zur 3. Folge der Spätschicht.

Spätschicht_Folge3
Spätschicht_Folge2

Folge 2 – Marvin Meyer

In der zweiten Folge Spätschicht – Gemeinsam durch die Nacht durften wir  Marvin Meyer, 27, aus Fulda begrüßen. Marvin hat eine dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer absolviert.

Während er für ein regionales Unternehmen im nationalen Fernverkehr unterwegs war, wurde er im Sommer 2019 auf der A 27 bei Verden/Aller zum „nachdenklichen Helden“, wie ihn die Fachpresse damals beschrieben hat. Er stand im Stau hinter einem Bus voller Schulkinder, als er im Rückspiegel sah, wie ein Lastzug auf das Stauende zuraste. Instinktiv zog er seinen mit Gefahrgut beladenen Lkw nach links, bevor der rumänische Lkw bereits ungebremst in den hinter ihm wartenden Sattelzug raste.
Dieses Erlebnis führe dazu, dass der damals noch verlobte Marvin, der inzwischen den Namen seiner heutigen Frau angenommen hat, wieder zurück zur Zufall Logistik ging, seinem alten Ausbildungsbetrieb, und dort nun im wöchentlichen wechselnden Rhythmus im Nah- und Regionalverkehr mit Sammelgut unterwegs ist. Seine Nachttouren führen in meist nach Köln. Die Gedanken an den glimpflich verlaufenen Unfall fahren natürlich immer mit.

Hier geht es zur 2.Folge der Spätschicht.

Folge 1 – Lars Kriwitz

In der ersten Folge der Spätschicht, die im Juli 2021 live auf Facebook gesendet wurde, konnten wir  Lars Kriwitz begrüßen. Lars ist Jahrgang 1973, seit 2018 Fahrer der Kühlspedition March aus Rheinbach nahe des Kreuz Meckenheim an der A 61. Von dort ist er meist jede Nacht mit Kühlgut unterwegs, überwiegend zu Kunden im Süden. Er ist geschieden und Vater von drei hübschen Töchtern, wie er sagt, im Alter von 21, 20 und sechs Jahren. Er liebt seinen Beruf. Ihm gefallen die ständig neuen Herausforderungen und das für ihn abwechslungsreiche Arbeitsspektrum. Was ihm nicht mehr gefällt ist die zunehmende Aggressivität auf der Autobahn.

Hier geht es zur 1. Folge der Spätschicht.

Spätschicht_Folge1

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Weitere Informationen zur Live-Sendung Spätschicht für Lkw-Fahrer könnt ihr in diesem Beitrag von Eurotransport nachlesen.

 

Wir freuen uns auf den Talk mit euch.

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